Irgendwie waren wir heute schon früh wach. Aus dem Bistro holte ich uns frischen Kaffee und dann fuhren wir los zu ersten Tour durch den Park. Oh Mist, ich hatte meine kurze Hose vergessen, denn schnell wurde es warm. Die Straßen waren noch recht leer. Wir sahen einzelne Bisons und Hirsche ("Elk"), dann im Hayden Valley eine erste große Bison Herde, die friedlich in der Nähe des Flußes, des Yellowstone Rivers am Grasen war. Darunter eine ganze Reihe von Jungtieren.
Lange blieben wir auf dieser Wiese stehen und beobachteten die Herde. Später sahen wir auch noch Kanadagänse und Pelikane auf und über dem Wasser. In der Ferne sah man Dampf aufsteigen. Dies kam aus den Geysiren und heißen Quellen einer ganz besonders stinkigen Ecke des Park, aus den "Schlammvulkanen".
Unser Ziel heute war der große Canyon im Yellowstone National Park. Zunächst suchten wir dort das Visitor Center auf und gingen ein wenig am nördlichen Rand des Canyon, am "North Rim" spazieren. Um ganz hinab zu den Wasserfällen zu gehen war es uns jedoch deutlich zu heiß.
Später fuhren wir mit dem Auto dann rüber zur Südseite. Hier gab es einmal mehr einen sehr interessanten Ranger Walk, auf dem uns viel über die Pflanzen und Tiere dieser Gegend vermittelt wurde. Von einem der Aussichtsplätze am Südrand entdeckten wir dann plötzlich hoch auf einem entfernten Felsen im Tal einen Fischadler Horst. Waren da noch Jungvögel drin? Mit bloßem Auge schwierig zu sehen, mit dem Fernglas jedoch eine klare Sache!
Am Abend ging es dann bei uns am Old Faithful wieder zum Ranger Talk. Heute ging es um das Thema "Feuer" und wir lernten viel über das große Feuer im Sommer und Herbst des Jahres 1988 im National Park. Große Teile des Parks wurden von den Flammen erfasst, viele Touristendörfer mussten vollständig evakuiert werden, zeitweilig waren bis zu 10.000 Feuerwehrleute im Einsatz.
Dann sollte es wieder einen Ausbruch von Old Faithful geben, doch diesmal versagte meine Kamera, der Akku war leer. Also brauchte ich nicht mehr zu fotografieren, sondern konnte erst mal in aller Ruhe in unserer Hütte die Bilder der letzten Tage sortieren, in verschiedenen Broschüren und der Parkzeitung lesen, Mails nach hause schreiben - stop, das letzte war leider nicht möglich. Das Quartier selbst war zwar hochzivilisiert, aber soweit ab in der Wildnis mag zwar der National Park Service für seine Webcams und andere Zwecke eine Internetverbindung haben, für uns normale Touristen gab es hier im Park jedoch keinen Internetanschluß. Ein Grund mehr, den Abend in unserer Hütte in Ruhe zu genießen.
Hier sind noch weitere Bilder vom Hayden Valley und den Matschvulkanen:
Und hier die Bilder vom "Grand Canyon of the Yellowstone":
Montag, 7. Dezember 2009
Sonntag, 6. Dezember 2009
Do, 16. Juli 2009: Yellowstone N.P., Geysire, Bison und Sternenhimmel
Das Frühstück gönnten wir uns heute im Lodge Bistro. Kaffee, Bagel, Muffin für insgesamt 10$, nicht gerade billig, aber auch nicht übertrieben teuer.
Am Vormittag ging es dann auf unseren ersten "Geyser walk." Gemütlich spazierten wir über eine hölzerne Brück über den Yellowstone River, um dann auf einem kleinen Rundweg viele verschiedene Geysire und heiße Quellen zu erwandern. Faszinierend, wieviele solche heißen Spots es hier so dicht nebeneinander gibt. Manche Namen leuchten sofort ein, die "Ear Spring" ("Ohrenquelle") ist tatsächlich geformt wie eine Ohrmuschel. Und wenn man in die Tiefe einer solchen heißen Quelle schaut, sieht es da nicht auch ähnlich aus wie bei einem Gehörgang? An diesem Tag machte ich allein über 400 Fotos. Die alle hier zu zeigen, würde schnell den Rahmen des Blogs sprengen. Deshalb beschränke ich mich hier auf wenige Bilderserien.
Danach studierten wir die Ausstellungen im Visitor Center ausführlicher als gestern und machten uns schließlich auf die Suche der "Snow Lodge", denn dort sollte es eine Laundry geben. Eigentlich ist das Gelände ja recht übersichtlich, doch irgendwie hatten wir zwischendurch leicht die Orientierung verloren, denn die Parkplätze hier sind riesig und sehr gut gefüllt. Doch schließlich fanden wir auch die Lodge, die Laundry befindet sich im 2. Stock.
Zum Mittagessen gingen wir diesmal in den Inn, für 24$ gab es ein ordentliches Menu. Anschließend beteiligten wir uns an einer Führung durch den Inn, in der uns vieles über die Entstehung und Geschichte dieses Gebäudes vermittelt wurde.
Und am Nachmittag genossen wir einen weiteren Ausbruch von Old Faithful von der Terrasse des Inn aus. Von den breiten Bänken auf dieser Terrasse ein herrlicher Genuss. Genuss? Iiiihh! Susanne hatte mir statt eines guten Kaffees leider einen Espresso mitgebracht, ggrrr….
Am Nachmittag gingen wir dann auf unseren ersten von einem Ranger geführten "Geyser Walk". Er freute sich, das trotz der Hitze so viele Besucher gekommen waren. Ganz in der Nähe des Old Faithful Inn sahen wir dabei unseren ersten Bison. Das diese großen Tiere sich derart in die Nähe der Menschen trauen? Dieser Walk war auf gut 90 Minuten angesetzt, dauerte dann aber doch deutlich länger, weil unsere Gruppe viele Fragen stellte und auch der Ranger uns viel erzählte. Es war keine Minute langweilig, die Hitze von der Sonne über uns oder den heißen Quellen neben oder vor uns hatten wir schnell vergessen.
Nach dieser Wanderung ging es zunächst wieder zurück zu unserer Hütte, am frühen Abend ging es jedoch gleich wieder zu einem weiteren Ranger Programm vor Old Faithful. Der Vortrag selbst war diesmal etwas langweilig, doch schnell gab es eine ganz andere Attraktion! Ein einzelner Bison war aus dem Wald gekommen und stellte sich jetzt zwischen den Geysir und die Zuschauerbänke. Ich hatte das Gefühl, er wollte uns sagen: "Glotzt nicht so auf den Geysir, ich bin hier der Boss!" Susanne verzog sich lieber in eine etwas weitere Entfernung, hatten uns die Ranger doch gewarnt, lieber gut 300m Abstand von diesen Tieren zu behalten. Denn wenn die erst mal rennen, hat der Mensch keine Chance mehr. Ein Bison läuft doppelt so schnell wie ein trainierter Athlet, und wenn es sein muss kann er dies auch drei Stunden ununterbrochen. Doch ich wollte unbedingt ein Foto vom Bison und dem ausbrechenden Geysir dahinter!
Aus den vielen Fotos, die dann entstanden habe ich diesen kleinen Film zusammengestellt (übrigends mein erster Upload zu YouTube):
Abends gegen 22.30 Uhr ging ich dann noch einmal aus der Hütte raus zu "unserem" Geysir. Der Himmel war sternenklar und die Nacht schön dunkel. Das Licht um die Lodge herum war sehr zurückhaltend, so dass ich den Sternenhimmel, die Milchstraße, den Skorpion in aller Ruhe genießen konnte. Wieder brach Old Faithful pünktlich aus. Diesmal waren nur ganz wenige Besucher noch da. Sie versuchten, den Geysir mit ihren Taschenlampen anzuleuchten, um zu sehen, wie heftig er sprudelt.
Am Vormittag ging es dann auf unseren ersten "Geyser walk." Gemütlich spazierten wir über eine hölzerne Brück über den Yellowstone River, um dann auf einem kleinen Rundweg viele verschiedene Geysire und heiße Quellen zu erwandern. Faszinierend, wieviele solche heißen Spots es hier so dicht nebeneinander gibt. Manche Namen leuchten sofort ein, die "Ear Spring" ("Ohrenquelle") ist tatsächlich geformt wie eine Ohrmuschel. Und wenn man in die Tiefe einer solchen heißen Quelle schaut, sieht es da nicht auch ähnlich aus wie bei einem Gehörgang? An diesem Tag machte ich allein über 400 Fotos. Die alle hier zu zeigen, würde schnell den Rahmen des Blogs sprengen. Deshalb beschränke ich mich hier auf wenige Bilderserien.
Danach studierten wir die Ausstellungen im Visitor Center ausführlicher als gestern und machten uns schließlich auf die Suche der "Snow Lodge", denn dort sollte es eine Laundry geben. Eigentlich ist das Gelände ja recht übersichtlich, doch irgendwie hatten wir zwischendurch leicht die Orientierung verloren, denn die Parkplätze hier sind riesig und sehr gut gefüllt. Doch schließlich fanden wir auch die Lodge, die Laundry befindet sich im 2. Stock.
Zum Mittagessen gingen wir diesmal in den Inn, für 24$ gab es ein ordentliches Menu. Anschließend beteiligten wir uns an einer Führung durch den Inn, in der uns vieles über die Entstehung und Geschichte dieses Gebäudes vermittelt wurde.
Und am Nachmittag genossen wir einen weiteren Ausbruch von Old Faithful von der Terrasse des Inn aus. Von den breiten Bänken auf dieser Terrasse ein herrlicher Genuss. Genuss? Iiiihh! Susanne hatte mir statt eines guten Kaffees leider einen Espresso mitgebracht, ggrrr….
Am Nachmittag gingen wir dann auf unseren ersten von einem Ranger geführten "Geyser Walk". Er freute sich, das trotz der Hitze so viele Besucher gekommen waren. Ganz in der Nähe des Old Faithful Inn sahen wir dabei unseren ersten Bison. Das diese großen Tiere sich derart in die Nähe der Menschen trauen? Dieser Walk war auf gut 90 Minuten angesetzt, dauerte dann aber doch deutlich länger, weil unsere Gruppe viele Fragen stellte und auch der Ranger uns viel erzählte. Es war keine Minute langweilig, die Hitze von der Sonne über uns oder den heißen Quellen neben oder vor uns hatten wir schnell vergessen.
Nach dieser Wanderung ging es zunächst wieder zurück zu unserer Hütte, am frühen Abend ging es jedoch gleich wieder zu einem weiteren Ranger Programm vor Old Faithful. Der Vortrag selbst war diesmal etwas langweilig, doch schnell gab es eine ganz andere Attraktion! Ein einzelner Bison war aus dem Wald gekommen und stellte sich jetzt zwischen den Geysir und die Zuschauerbänke. Ich hatte das Gefühl, er wollte uns sagen: "Glotzt nicht so auf den Geysir, ich bin hier der Boss!" Susanne verzog sich lieber in eine etwas weitere Entfernung, hatten uns die Ranger doch gewarnt, lieber gut 300m Abstand von diesen Tieren zu behalten. Denn wenn die erst mal rennen, hat der Mensch keine Chance mehr. Ein Bison läuft doppelt so schnell wie ein trainierter Athlet, und wenn es sein muss kann er dies auch drei Stunden ununterbrochen. Doch ich wollte unbedingt ein Foto vom Bison und dem ausbrechenden Geysir dahinter!
Aus den vielen Fotos, die dann entstanden habe ich diesen kleinen Film zusammengestellt (übrigends mein erster Upload zu YouTube):
Abends gegen 22.30 Uhr ging ich dann noch einmal aus der Hütte raus zu "unserem" Geysir. Der Himmel war sternenklar und die Nacht schön dunkel. Das Licht um die Lodge herum war sehr zurückhaltend, so dass ich den Sternenhimmel, die Milchstraße, den Skorpion in aller Ruhe genießen konnte. Wieder brach Old Faithful pünktlich aus. Diesmal waren nur ganz wenige Besucher noch da. Sie versuchten, den Geysir mit ihren Taschenlampen anzuleuchten, um zu sehen, wie heftig er sprudelt.
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