Heute geht wieder um 6 Uhr der Wecker. Wir wollen wieder hinaus in die Natur und vielleicht Tiere beobachten, Ziel ist das Lamar-Valley auf der anderen Seite des Parks. Doch heute Morgen ist es recht neblig, teilweise liegt die Sicht bei unter 50 Metern. Wir fahren wieder am Lake vorbei und durch das Hayden Valley. Bei den Tower Falls scheint schon wieder kräftig die Sonne.
Bei einer kleinen Rast neben der Straße beobachte ich eine ganze Gruppe von kleinen Squirrels, die aufgeregt und scheinbar spielerisch zwischen den Steinen herumtollen. Dann sehen wir neben der Straße einen Besucher mit einem dicken Teleobjektiv fotografieren. Sofort halten wir an und fragen, was es zu sehen gibt. Er verweist auf einen Hühnerähnlichen Vogel, der mit seinen Küken oberhalb der Straße durch die Büsche huscht. Nach einigem Suchen sehe ich das Muttertier. Aber wo sind die Jungen? Mein kleines 300mm Teleobjektiv kann gegen seine "Kanone" sicherlich nicht mithalten, aber spannend und ansteckend ist diese Beobachterei dennoch. Viele Fotos entstehen. Aber wird davon auch nur eines etwas taugen?
Wir fahren weiter Richtung Mount Washburn. An einer Abzweigung wollen wir wieder eine kleine Pause machen, denn da parken auch schon ein paar andere Autos. Wir steigen aus und plötzlich sehe ich, wie ganz viel Bewegung in die anderen Besucher kommt. Alle starren wie gebannt zur anderen Seite einer größeren Wiese, die leicht einen Berg hinauf geht. Von dort oben herab kommt - genau auf uns zu - ein Grizzlybär! So aufgeregt wie noch nie greife ich zur Fototasche und hole das Tele heraus. Immer wieder drücke ich auf den Auslöser, achte gar nicht darauf, ob überhaupt die Kameraeinstellungen alle passen, zittern mir die Hände vor Aufregung oder denke ich mir das bloß? Egal, jetzt heißt es Fotos machen! Zum Glück geht der große Bär nicht weiter auf uns zu sondern dreht vorher ab, um in den Wald hineinzugehen. Dabei balanciert er geschickt auf verschiedenen, toten umgefallenen Stämmen. Das ist ja Film reif, denke ich mir. Glücklich und selig, diese Begegnung zu erleben.
Später erreichen wir dann das Lamar-Tal. Wir beobachten eine Pronghorn Antilope und - eher in der Ferne - sehen wir gleich drei größere Bisonherden mit jeweils 80 bis 100 Tieren.
Auf der Rückfahrt geraten wir plötzlich in einen Verkehrsstau. Es geht nicht mehr weiter, doch da sehen wir auch schon einen Ranger auf der Straße, der alle Autos auffordert zu halten und an die Seite zu fahren. Hinter ihm ist eine größere Menschenmenge aus ihren Autos ausgestiegen, alle starren mit ihren Foto- und Filmapparaten in den Wald auf der anderen Straßenseite hinein. Und da sehen wir sie auch schon: Eine Schwarzbärin, gefolgt von zwei Jungen. Ich denke, jetzt aussteigen könnten gefährlich werden und versuche, aus dem Fenster heraus zu fotografieren. Der Ranger fordert die Menge auf, hinter unserem Auto stehen zu bleiben. Nur vielleicht 50 Meter hinter uns will die Bärin jetzt die Straße überqueren. Mit ein paar Steinwürfen hält der Ranger den Abstand etwas größer. Die Jungen folgen ihr. Warum haben wir keine Drehsessel in unserem Auto? So ist es nicht einfach, jetzt noch Fotos zu machen. Doch was für ein riesiges Glück für uns an diesem Tag, erst der Grizzly, jetzt die Bärin mit den beiden Jungen!
Danach besuchen wir noch eine versteinerten Baum und wandern noch einmal über die Mammoth Terrassen. Heute ist das Wetter schon wieder viel freundlicher als noch gestern.
Unsere begegnung mit dem Grizzly, langsam kommt er den Berg hinunter auf uns zu ...
Hier die Bilder von der Begegnung mit den Schwarzbären (aus dem Auto heraus):
Bilder aus Mammoth:
Hier die restlichen Bilder von unserer "Rundfahrt" durch den Park:
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Donnerstag, 10. Dezember 2009
Mittwoch, 9. Dezember 2009
So, 19. Juli 2009: Yellowstone N.P., Mammoth
Die Nacht war laut und schwitzig durch die Wärme. Das Publikum im Yellowstone am Wochenende scheint wohl doch ein etwas anderes zu sein als während der Woche. Ob die lauten, Bier trinkenden Teenager (naja, waren wohl doch eher Twens) in der Hütte neben uns überhaupt etwas von den Wundern der Natur in diesem Park mitbekommen? Ein wenig genervt von der Nacht bleiben wir bis 9 Uhr im Bett liegen, aber es ist ja auch Sonntag. Bis ich mich entschließe, zwei Kaffee aus dem Bistro zu holen. Dabei begegne ich gleich zwei Bisons, die nur wenige Meter entfernt vom Inn lang schlichen.
Heute heißt unser Ziel Mammoth. Bei Madison biegen wir jedoch zunächst links ab und fahren ein wenig Richtung Westausgang, Richtung "West Yellowstone". Da sehen wir eine große Elkherde neben der Straße über eine große Wiese ziehen. Dabei entdecke ich ein Tier mit einem größeren Halsband, später erfahre ich, dass darin ein Sender sitzt. Wenn die Herde sich der Straße nähert, fängt über den "Achtung Wildwechsel" Straßenschildern automatisch auch noch ein gelbes Blinklicht an zu leuchten. Eine praktische Erfindung denke ich, könnte man das nicht auch bei uns einführen?
Leider fängt es an zu regnen. Bei Norris besuchen wir daher zunächst ein nettes kleines Ranger Museum.
Anschließend fahren wir durch die "Golden Gate Passage" mit einem großen Wasserfall.
In Mammoth ist das Wetter zunächst recht ungemütlich. Im Ort essen wir einen "Frozen Joghurt". Im Inn bewundern wir eine große geschnitzte Landkarte der USA. Dann wollen wir noch zum Nordeingang des Parks mit einem großen Eingangstor, der Roosevelt-Arch. Außerdem kann man außerhalb des Parkes in Gardiner hoffentlich günstiger Tanken.
Auf dem Weg dorthin halten wir an, als ich einen Menschen mit großem Fotoapparat am Straßenrand sehe. So etwas ist in den Nationalparks immer ein Signal, hier gibt es was Interessantes zu beobachten. Und in der Tat, hoch oben über der Straße fast ganz oben am Kliff sehen wir Bighorn-Schafe, wie sie zu uns herunter schauen. Toll, das die schwindelfrei sind! Bei der gelegenheit fotografiere ich gleich auch noch einen netten Vogel, der uns beim Fotografieren die ganze Zeit mit seinem Lied unterhalten hat.
Die große Roosevelt-Arch ist wirklich beeindruckend. Dies war früher mal der "Haupteingang" in den Nationalpark. Hier endeten die ersten Eisenbahnlinien zum Park. Und auch im Winter ist dieser Eingang zumeist geöffnet, ist doch das nahe Mammoth wohl der einzige ganzjährig betriebene Campingplatz und Lodge im Park Ach ja, auch das Tanken war außerhalb der Parkgrenze etwas günstiger als innerhalb.
Auf dem Rückweg passierten wir die Dauerbaustelle hinter Norris. Das Erneuern der Straßen ist wegen des Wetters praktisch nur in der Hauptsaison möglich, es empfiehlt sich daher sehr, vo einem Besuch im Park zu cshauen, welche Straßen wirklich geöffnet sind.) Ein kleiner Abstecher führte uns durch den "Firehole-Canyon". Und bevor wir wieder in unser Quartier zurück fuhren, besuchten wir noch ein weiteres Geysir-Basin.
Hier weitere Fotos des Tages:
Zuerst Bilder einer kleinen Vogelfamilie und des Elk-Rudels am Fluß:
Bilder aus der ehemaligen Norris-Soldatenstation, dem heutigen Ranger-Museum:
Bilder von der Fahrt zum Nordeingang mit der Roosevelt-Arch:
Bilder von der Rückfahrt mit Canyon und Geysiren:
Heute heißt unser Ziel Mammoth. Bei Madison biegen wir jedoch zunächst links ab und fahren ein wenig Richtung Westausgang, Richtung "West Yellowstone". Da sehen wir eine große Elkherde neben der Straße über eine große Wiese ziehen. Dabei entdecke ich ein Tier mit einem größeren Halsband, später erfahre ich, dass darin ein Sender sitzt. Wenn die Herde sich der Straße nähert, fängt über den "Achtung Wildwechsel" Straßenschildern automatisch auch noch ein gelbes Blinklicht an zu leuchten. Eine praktische Erfindung denke ich, könnte man das nicht auch bei uns einführen?
Leider fängt es an zu regnen. Bei Norris besuchen wir daher zunächst ein nettes kleines Ranger Museum.
Anschließend fahren wir durch die "Golden Gate Passage" mit einem großen Wasserfall.
In Mammoth ist das Wetter zunächst recht ungemütlich. Im Ort essen wir einen "Frozen Joghurt". Im Inn bewundern wir eine große geschnitzte Landkarte der USA. Dann wollen wir noch zum Nordeingang des Parks mit einem großen Eingangstor, der Roosevelt-Arch. Außerdem kann man außerhalb des Parkes in Gardiner hoffentlich günstiger Tanken.
Auf dem Weg dorthin halten wir an, als ich einen Menschen mit großem Fotoapparat am Straßenrand sehe. So etwas ist in den Nationalparks immer ein Signal, hier gibt es was Interessantes zu beobachten. Und in der Tat, hoch oben über der Straße fast ganz oben am Kliff sehen wir Bighorn-Schafe, wie sie zu uns herunter schauen. Toll, das die schwindelfrei sind! Bei der gelegenheit fotografiere ich gleich auch noch einen netten Vogel, der uns beim Fotografieren die ganze Zeit mit seinem Lied unterhalten hat.
Die große Roosevelt-Arch ist wirklich beeindruckend. Dies war früher mal der "Haupteingang" in den Nationalpark. Hier endeten die ersten Eisenbahnlinien zum Park. Und auch im Winter ist dieser Eingang zumeist geöffnet, ist doch das nahe Mammoth wohl der einzige ganzjährig betriebene Campingplatz und Lodge im Park Ach ja, auch das Tanken war außerhalb der Parkgrenze etwas günstiger als innerhalb.
Auf dem Rückweg passierten wir die Dauerbaustelle hinter Norris. Das Erneuern der Straßen ist wegen des Wetters praktisch nur in der Hauptsaison möglich, es empfiehlt sich daher sehr, vo einem Besuch im Park zu cshauen, welche Straßen wirklich geöffnet sind.) Ein kleiner Abstecher führte uns durch den "Firehole-Canyon". Und bevor wir wieder in unser Quartier zurück fuhren, besuchten wir noch ein weiteres Geysir-Basin.
Hier weitere Fotos des Tages:
Zuerst Bilder einer kleinen Vogelfamilie und des Elk-Rudels am Fluß:
Bilder aus der ehemaligen Norris-Soldatenstation, dem heutigen Ranger-Museum:
Bilder von der Fahrt zum Nordeingang mit der Roosevelt-Arch:
Bilder von der Rückfahrt mit Canyon und Geysiren:
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