Die Nacht war laut und schwitzig durch die Wärme. Das Publikum im Yellowstone am Wochenende scheint wohl doch ein etwas anderes zu sein als während der Woche. Ob die lauten, Bier trinkenden Teenager (naja, waren wohl doch eher Twens) in der Hütte neben uns überhaupt etwas von den Wundern der Natur in diesem Park mitbekommen? Ein wenig genervt von der Nacht bleiben wir bis 9 Uhr im Bett liegen, aber es ist ja auch Sonntag. Bis ich mich entschließe, zwei Kaffee aus dem Bistro zu holen. Dabei begegne ich gleich zwei Bisons, die nur wenige Meter entfernt vom Inn lang schlichen.
Heute heißt unser Ziel Mammoth. Bei Madison biegen wir jedoch zunächst links ab und fahren ein wenig Richtung Westausgang, Richtung "West Yellowstone". Da sehen wir eine große Elkherde neben der Straße über eine große Wiese ziehen. Dabei entdecke ich ein Tier mit einem größeren Halsband, später erfahre ich, dass darin ein Sender sitzt. Wenn die Herde sich der Straße nähert, fängt über den "Achtung Wildwechsel" Straßenschildern automatisch auch noch ein gelbes Blinklicht an zu leuchten. Eine praktische Erfindung denke ich, könnte man das nicht auch bei uns einführen?
Leider fängt es an zu regnen. Bei Norris besuchen wir daher zunächst ein nettes kleines Ranger Museum.
Anschließend fahren wir durch die "Golden Gate Passage" mit einem großen Wasserfall.
In Mammoth ist das Wetter zunächst recht ungemütlich. Im Ort essen wir einen "Frozen Joghurt". Im Inn bewundern wir eine große geschnitzte Landkarte der USA. Dann wollen wir noch zum Nordeingang des Parks mit einem großen Eingangstor, der Roosevelt-Arch. Außerdem kann man außerhalb des Parkes in Gardiner hoffentlich günstiger Tanken.
Auf dem Weg dorthin halten wir an, als ich einen Menschen mit großem Fotoapparat am Straßenrand sehe. So etwas ist in den Nationalparks immer ein Signal, hier gibt es was Interessantes zu beobachten. Und in der Tat, hoch oben über der Straße fast ganz oben am Kliff sehen wir Bighorn-Schafe, wie sie zu uns herunter schauen. Toll, das die schwindelfrei sind! Bei der gelegenheit fotografiere ich gleich auch noch einen netten Vogel, der uns beim Fotografieren die ganze Zeit mit seinem Lied unterhalten hat.
Die große Roosevelt-Arch ist wirklich beeindruckend. Dies war früher mal der "Haupteingang" in den Nationalpark. Hier endeten die ersten Eisenbahnlinien zum Park. Und auch im Winter ist dieser Eingang zumeist geöffnet, ist doch das nahe Mammoth wohl der einzige ganzjährig betriebene Campingplatz und Lodge im Park Ach ja, auch das Tanken war außerhalb der Parkgrenze etwas günstiger als innerhalb.
Auf dem Rückweg passierten wir die Dauerbaustelle hinter Norris. Das Erneuern der Straßen ist wegen des Wetters praktisch nur in der Hauptsaison möglich, es empfiehlt sich daher sehr, vo einem Besuch im Park zu cshauen, welche Straßen wirklich geöffnet sind.) Ein kleiner Abstecher führte uns durch den "Firehole-Canyon". Und bevor wir wieder in unser Quartier zurück fuhren, besuchten wir noch ein weiteres Geysir-Basin.
Hier weitere Fotos des Tages:
Zuerst Bilder einer kleinen Vogelfamilie und des Elk-Rudels am Fluß:
Bilder aus der ehemaligen Norris-Soldatenstation, dem heutigen Ranger-Museum:
Bilder von der Fahrt zum Nordeingang mit der Roosevelt-Arch:
Bilder von der Rückfahrt mit Canyon und Geysiren:
Mittwoch, 9. Dezember 2009
Dienstag, 8. Dezember 2009
Sa, 18. Juli 2009: Yellowstone N.P., Morning Glory, Grand Geysir
Heute Nacht haben wir gut ausgeschlafen. Das Frühstück erledigten wir wieder im Bistro. Und dann ging es zum "Morning Glory Geysir". Eine wunderschön gefärbte heiße Quelle.
Irgendwie haben wir auf dem Weg dann doch getrödelt, denn den vorhergesagten Ausbruch von Geysir "Daisy" haben wir glatt verpasst. Dafür konnte ich am "Liberty Pool" zwischen den Algen das Spiel der "Dragon Flys", der Libellen bewundern.
Zurück in der Hütte machten wir gar nicht so lange Pause, denn für 15.15 Uhr war ein Ausbruch des Grand Geysir vorhergesagt. Allerdings nur mit einer Genauigkeit von plus/minus zwei Stunden. Also waren wir pünktlich um 13.15 Uhr am Geysir.
Auf dem Weg dahin überraschte mich ein tschirpender Geysir. Ein Geräusch wie ein zwitschernder Vogel? Doch halt, das kam doch gar nicht aus der heißen Quelle hier vorne, sondern von diesem Baum da. Ein Vogel? Nein, plötzlich sprang laut schimpfend ein Squirrel aus dem Baum. Ich wusste gar nicht, das diese Tiere solch lustige Geräusche machen können.
Am Geysir heißt es abwarten. Um 13.15 ging jedenfalls noch nichts los. Wir treffen David aus Idaho. Er sagt, wir sollen warten. Mit der Zeit finden sich immer mehr Besucher ein. Es heißt, wenn der Pool vor dem eigentlichen Geysir-Becken vollgelaufen ist, steht der Ausbruch kurz bevor. Immer wieder läuft dieser Pool voll. Dann sieht man auch schon viele Blasen im Becken, es spuckt ein wenig, doch schließlich geht das Wasser im Pool wieder zurück. So geht dies ungefähr in einem 15 bis 20 minütigem Rhythmus. Einige Besucher wollen schon wieder gehen, doch David sagt ihnen, sie sollten unbedingt bleiben, das Schauspiel werde sich auf alle Fälle lohnen! So warten wir weiter. Ab und an kommt ein Ranger vorbei und sagt, es sollte eigentlich in Kürze losgehen. Wir fragen ihn jedoch, ob er denn auch wirklich die Wasserleitungen aufgedreht hat? Zwischendurch Aufregung, der Beehive Geysir bricht gerade aus, einige gehen, doch wir warten weiter. Es wird 15.15 Uhr und wir warten und warten. Es wird 16.15 Uhr und wir warten immer noch. Die Sonne brennt unerbittlich vom Himmel herab. Nichts tun kann sehr anstrengend sein, doch zum Glück können wir uns mit David über alles Mögliche unterhalten. Es wird 17.15 Uhr. Susanne sagt, "also, wenn er jetzt nicht gleich ausbricht, dann …" Und dann bricht er aus. Dieser Geysir ist wirklich "Grand" also groß. Viel eindrucksvoller als Old Faithful. Nach einer ganzen Zeit des Staunens und Fotografierens gehe ich ein wenig um den Geysir herum und sehe, wie auch aus den Nebengeysiren die Fontänen spritzen. Die ganze Show dauert auch viel länger als bei Old Faithful. Dann sinkt auch dieser Geysir zusammen. Die Menge klatscht. Doch halt, nicht gehen, das war ja nur ein "Luftholen", schon geht es noch einmal wieder mit aller Kraft los! Einfach phantastisch!
Später dann werden wir noch etwas Einkaufen und endlich unsere Laundry machen. Wir brauchen zwei Waschmaschinen und anschließend natürlich auch zwei Trockner. Nach uns kommt eine Amerikanerin mit einem Riesenberg an Wäsche, der mindesten sechs Maschinen füllen wird. Sie erzählt uns, sie machen eigentlich nur einen Wochenendausflug mit ihrer Familie. Hat sie die ganze Wäsche von zu Hause mitgenommen?
Die Bilder des Tages (ohne "Grand Geysir"):
(Wer sich diese Bilder einzeln in Ruhe anschauen möchte, sollte einfach auf den Link links unten in der "Diashow" klicken, er kommt dann direkt zum Picasa-Webalbum mit den einzelnen Bildern!)
In diesen Bildern ist eine Serie von Fotos des Anemonen-Geysir enthalten. Auf Flickr habe ich ein Video gefunden, das im Jahr 2002 augenommen wurde. Damals war der hintere Geysir offensichtlich noch wesentlich aktiver als in diesem Jahr. Hier der Link zu diesem Video: http://www.flickr.com/photos/samwibatt/2404228761/
Das große "Grand Geysir" Special:
100 Fotos, die Eure Geduld sicherlich überfordern, aber Ihr habt ja auch nicht vorher vier Stunden in der heißen Sonne gewartet:
Irgendwie haben wir auf dem Weg dann doch getrödelt, denn den vorhergesagten Ausbruch von Geysir "Daisy" haben wir glatt verpasst. Dafür konnte ich am "Liberty Pool" zwischen den Algen das Spiel der "Dragon Flys", der Libellen bewundern.
Zurück in der Hütte machten wir gar nicht so lange Pause, denn für 15.15 Uhr war ein Ausbruch des Grand Geysir vorhergesagt. Allerdings nur mit einer Genauigkeit von plus/minus zwei Stunden. Also waren wir pünktlich um 13.15 Uhr am Geysir.
Auf dem Weg dahin überraschte mich ein tschirpender Geysir. Ein Geräusch wie ein zwitschernder Vogel? Doch halt, das kam doch gar nicht aus der heißen Quelle hier vorne, sondern von diesem Baum da. Ein Vogel? Nein, plötzlich sprang laut schimpfend ein Squirrel aus dem Baum. Ich wusste gar nicht, das diese Tiere solch lustige Geräusche machen können.
Am Geysir heißt es abwarten. Um 13.15 ging jedenfalls noch nichts los. Wir treffen David aus Idaho. Er sagt, wir sollen warten. Mit der Zeit finden sich immer mehr Besucher ein. Es heißt, wenn der Pool vor dem eigentlichen Geysir-Becken vollgelaufen ist, steht der Ausbruch kurz bevor. Immer wieder läuft dieser Pool voll. Dann sieht man auch schon viele Blasen im Becken, es spuckt ein wenig, doch schließlich geht das Wasser im Pool wieder zurück. So geht dies ungefähr in einem 15 bis 20 minütigem Rhythmus. Einige Besucher wollen schon wieder gehen, doch David sagt ihnen, sie sollten unbedingt bleiben, das Schauspiel werde sich auf alle Fälle lohnen! So warten wir weiter. Ab und an kommt ein Ranger vorbei und sagt, es sollte eigentlich in Kürze losgehen. Wir fragen ihn jedoch, ob er denn auch wirklich die Wasserleitungen aufgedreht hat? Zwischendurch Aufregung, der Beehive Geysir bricht gerade aus, einige gehen, doch wir warten weiter. Es wird 15.15 Uhr und wir warten und warten. Es wird 16.15 Uhr und wir warten immer noch. Die Sonne brennt unerbittlich vom Himmel herab. Nichts tun kann sehr anstrengend sein, doch zum Glück können wir uns mit David über alles Mögliche unterhalten. Es wird 17.15 Uhr. Susanne sagt, "also, wenn er jetzt nicht gleich ausbricht, dann …" Und dann bricht er aus. Dieser Geysir ist wirklich "Grand" also groß. Viel eindrucksvoller als Old Faithful. Nach einer ganzen Zeit des Staunens und Fotografierens gehe ich ein wenig um den Geysir herum und sehe, wie auch aus den Nebengeysiren die Fontänen spritzen. Die ganze Show dauert auch viel länger als bei Old Faithful. Dann sinkt auch dieser Geysir zusammen. Die Menge klatscht. Doch halt, nicht gehen, das war ja nur ein "Luftholen", schon geht es noch einmal wieder mit aller Kraft los! Einfach phantastisch!
Mit "Nebengeysir:
Am Ende schimmerte dann sogar zarter ein Regenbogen:
Später dann werden wir noch etwas Einkaufen und endlich unsere Laundry machen. Wir brauchen zwei Waschmaschinen und anschließend natürlich auch zwei Trockner. Nach uns kommt eine Amerikanerin mit einem Riesenberg an Wäsche, der mindesten sechs Maschinen füllen wird. Sie erzählt uns, sie machen eigentlich nur einen Wochenendausflug mit ihrer Familie. Hat sie die ganze Wäsche von zu Hause mitgenommen?
Die Bilder des Tages (ohne "Grand Geysir"):
(Wer sich diese Bilder einzeln in Ruhe anschauen möchte, sollte einfach auf den Link links unten in der "Diashow" klicken, er kommt dann direkt zum Picasa-Webalbum mit den einzelnen Bildern!)
In diesen Bildern ist eine Serie von Fotos des Anemonen-Geysir enthalten. Auf Flickr habe ich ein Video gefunden, das im Jahr 2002 augenommen wurde. Damals war der hintere Geysir offensichtlich noch wesentlich aktiver als in diesem Jahr. Hier der Link zu diesem Video: http://www.flickr.com/photos/samwibatt/2404228761/
Das große "Grand Geysir" Special:
100 Fotos, die Eure Geduld sicherlich überfordern, aber Ihr habt ja auch nicht vorher vier Stunden in der heißen Sonne gewartet:
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